Teilzeit: Rechte, Pflichten und Gestaltungsmöglichkeiten

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Teilzeitbeschäftigte haben die gleichen Rechte und Pflichten wie Vollzeitkräfte – vom Urlaubsanspruch bis zur Weiterbildung. Gleichzeitig gibt das Gesetz Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Teilzeit, den Arbeitgeber nur aus triftigen Gründen ablehnen dürfen. (Teilzeit Rechte & Pflichten im Überblick)

Was bedeutet Teilzeit? Definition & gesetzliche Grundlage

Teilzeit im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer weniger Stunden pro Woche arbeitet als ein vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter. Eine starre Stundenzahl (z. B. „halbtags = 20 Stunden“) gibt es nicht – entscheidend ist der Vergleich zur betrieblichen Vollzeit. Auch Mini-Jobs und Arbeit-auf-Abruf zählen als Teilzeit, sofern die Arbeitszeit unter der im Betrieb üblichen Vollzeit liegt.

Gesetzliche Basis ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Seit 2001 fördert es Teilzeitarbeit und verbietet Diskriminierung von Teilzeitkräften. In §2 TzBfG ist Teilzeit definiert und §6 betont: Auch Führungskräfte haben Anspruch auf Teilzeit. Wichtig für Unternehmen: Teilzeit ist kein Gefälligkeitsstatus, sondern im Gesetz verankert. Immer mehr Beschäftigte – gerade jüngere Generationen – wünschen kürzere Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance. Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten 2024 bereits 29 % der Erwerbstätigen in Teilzeit (fast jede zweite Frau). Teilzeit ist also längst in allen Branchen verbreitet.

Recht auf Teilzeit: Voraussetzungen & Antragstellung

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Verringerung ihrer Arbeitszeit. Die Kernbedingungen nach §8 TzBfG sind:

  • Betriebsgröße: Im Unternehmen sind (regelmäßig) mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt (Azubis zählen nicht mit).

  • Beschäftigungsdauer: Das Arbeitsverhältnis besteht länger als 6 Monate.

  • Antragsfrist: Der Arbeitnehmer stellt den Antrag mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Start der Teilzeit, schriftlich und idealerweise mit gewünschtem Stundenumfang/Verteilung.

  • Wartezeit: Zwischen zwei Anträgen müssen mindestens 2 Jahre liegen (gilt auch, wenn ein Antrag aus betrieblichen Gründen abgelehnt wurde).

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, muss der Arbeitgeber den Wunsch grundsätzlich ermöglichen, außer es stehen betriebliche Gründe entgegen. Der Antrag selbst erfordert keine Begründung durch den Mitarbeiter – aber es schadet nicht, freiwillig Gründe anzugeben, um Verständnis zu fördern. Tipp für Arbeitnehmer: Den Teilzeitwunsch schriftlich einreichen (per Brief oder signierter E-Mail) und Empfang bestätigen lassen. So gibt es Klarheit über Termin und Inhalt des Antrags.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Teilzeitwunsch zügig zu prüfen und mit dem Beschäftigten spätestens einen Monat vor Beginn der gewünschten Teilzeit das Ergebnis schriftlich mitzuteilen. Seit einer Gesetzesänderung 2022 muss die Antwort in Textform mit Begründung erfolgen – eine E-Mail reicht aus. Reagiert der Arbeitgeber gar nicht, greift die automatische Zustimmung: Die Arbeitszeit reduziert sich dann wie beantragt.

IHK Hamburg – Voraussetzungen Recht auf Teilzeit

Pflichten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei Teilzeit

Bei der Gestaltung von Teilzeit entstehen auf beiden Seiten Pflichten für eine reibungslose Umsetzung. Arbeitnehmer mit Teilzeitwunsch müssen vor allem die Fristen einhalten: Mindestens 3 Monate vorab schriftlich den Wunsch und die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit mitteilen. Eine bestimmte Begründung schuldet der Arbeitnehmer nicht, jedoch sollte er für Rückfragen bereitstehen. Ist Teilzeit vereinbart, bleibt die Leistungspflicht grundsätzlich bestehen – auch Teilzeitkräfte müssen ihre vertraglich vereinbarte Stundenanzahl zuverlässig erbringen und z. B. etwaige Mehrarbeit nach den betrieblichen Regeln abstimmen.

Arbeitgeber haben umfangreiche Pflichten, wenn Mitarbeiter Teilzeit arbeiten (wollen): Zunächst müssen sie jeden Teilzeitwunsch ernsthaft prüfen und mit dem Arbeitnehmer erörtern. Das TzBfG verlangt ausdrücklich, gemeinsam nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. Formvorschrift: Die Entscheidung muss schriftlich (bzw. in Textform) mitgeteilt werden – bei Ablehnung inklusive nachvollziehbarer betrieblicher Gründe. Kommt es zur Vereinbarung, wird ein Ergänzungsvertrag erstellt, der neue Arbeitszeit und ggf. Verteilung festhält.

Im laufenden Teilzeitarbeitsverhältnis gilt für Arbeitgeber die Pflicht zur fairen Behandlung: Teilzeitkräfte dürfen nicht benachteiligt werden (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Außerdem müssen Arbeitgeber freie Stellen im Betrieb grundsätzlich auch als Teilzeitstellen ausschreiben, sofern dem keine zwingenden Gründe entgegenstehen. Haben Beschäftigte den Wunsch nach Aufstockung ihrer Stunden geäußert, muss der Arbeitgeber sie über passende freie Vollzeit- oder Teilzeitstellen informieren. Kurz gesagt: Kommunikation und Transparenz sind Pflicht. Auch das Nachweisgesetz (seit 2022) verlangt, dass alle wesentlichen Arbeitsbedingungen – dazu zählt auch der Umfang der Arbeitszeit – schriftlich dokumentiert und dem Mitarbeiter ausgehändigt werden. Arbeitgeber sollten also jede Teilzeitvereinbarung sorgfältig dokumentieren.

Arbeitswelt Hessen – Arbeitgeberpflicht zur Begründung/Ablehnung

Wissenswertes

Welche Inhalte eignen sich besonders gut für Teilzeitkräfte, um berufliche Weiterentwicklung zu fördern, ohne den zeitlichen Rahmen zu sprengen? Hier finden Sie einige bewährte Möglichkeiten:

  • Kompakte Webinare zu relevanten Fachthemen
  • Berufsspezifische Podcasts für unterwegs
  • Kurze Erklärvideos zu arbeitsrechtlichen Themen
  • Online-Trainings auf internen Lernplattformen
  • Flexible Kursangebote auf LinkedIn Learning
  • Informative Fachartikel zur Vertiefung
  • Kurze Wissenstests zur Selbstüberprüfung

Gleichbehandlung: Rechte für Teilzeitbeschäftigte

Teilzeitbeschäftigte haben die gleichen Rechte wie Vollzeitangestellte – Diskriminierung ist verboten. Gemäß §4 TzBfG darf ein Arbeitgeber Teilzeitkräfte nicht ohne sachlichen Grund schlechter behandeln. Konkret bedeutet das: Gleiches Geld, gleicher Urlaub, gleiche Chancen. Teilzeitkräfte erhalten Lohn und Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld) anteilig entsprechend ihrer Arbeitszeit. Beim Urlaub gilt der Pro-rata-Grundsatz – wer z. B. 3 Tage pro Woche arbeitet, hat Anspruch auf 3/5 des Jahresurlaubs eines Vollzeitlers. Beispiel: Sind im Betrieb 30 Urlaubstage für Vollzeit üblich, stehen einer 3-Tage-Teilzeitkraft 18 Tage zu. Wichtig: Resturlaub aus ehemals Vollzeit darf bei Teilzeitwechsel nicht einfach gekürzt werden (das wäre diskriminierend).

Auch bei Weiterbildung und Karriere dürfen Teilzeitmitarbeiter nicht ausgeschlossen werden. Sie haben das Recht auf Zugang zu Fortbildungen und interne Aufstiegschancen wie alle Kollegen. Ein oft diskutierter Punkt ist die Beteiligung an Projekten: Führungskräfte sollten darauf achten, Teilzeitkräfte nicht nur mit Routinetätigkeiten zu betrauen, sondern ihnen ebenso verantwortungsvolle Projekte zuzutrauen, soweit es die Arbeitszeit zulässt. Falls in Ihrem Unternehmen Bonuszahlungen oder leistungsabhängige Prämien üblich sind, müssen die Kriterien so gestaltet sein, dass Teilzeitler fair berücksichtigt werden (z. B. Bonus anteilig).

Ein weiterer Schutz: Kündigung wegen Teilzeitwunsch ist unzulässig. Allein der Wunsch oder Wechsel in Teilzeit darf kein Kündigungsgrund sein – andernfalls läge eine Benachteiligung vor, die arbeitsrechtlich anfechtbar ist. Insgesamt soll Teilzeit in der betrieblichen Praxis keine Karrierenachteile mit sich bringen. Arbeitgeber tun gut daran, ein Signal zu senden: Teilzeit ist bei uns willkommen – so erhöhen Sie die Zufriedenheit und binden wertvolle Fachkräfte.

RPT Legal – Gleichbehandlung nach §4 TzBfG

Gestaltungsmöglichkeiten: Modelle der Teilzeitarbeit

Teilzeit ist nicht gleich Teilzeit – es gibt verschiedene Arbeitszeitmodelle, um reduzierte Stunden zu verteilen. Unternehmen können hier flexibel gestalten, was sowohl betrieblichen Abläufen als auch Mitarbeiterwünschen gerecht wird. Die gängigsten Teilzeitmodelle im Überblick:

  • Klassische Teilzeit (reduzierte Tagesarbeitszeit): Der Mitarbeiter arbeitet an allen Wochentagen, aber verkürzte Tage. Beispiel: Statt 40 Stunden verteilt auf 5 Tage à 8 Stunden, arbeitet jemand 5 Tage à 6 Stunden (30-Stunden-Woche). Dieses Modell hält den täglichen Kontakt und Rhythmus aufrecht, reduziert aber das Pensum pro Tag.

  • Gleichmäßige Verteilung auf weniger Tage: Alternativ kann die Wochenarbeitszeit auf weniger Tage gebündelt werden. Z. B. 3 volle Tage arbeiten, 2 Tage frei – bei 24 Wochenstunden wären das 3 Tage à 8 Stunden. Der Mitarbeiter gewinnt ganze freie Tage, was z. B. für Weiterbildung oder Familie genutzt wird.

  • Jobsharing: Zwei Teilzeitkräfte teilen sich eine Vollzeitstelle. Sie koordinieren sich so, dass die Stelle voll abgedeckt ist – entweder mit Überschneidung (gemeinsame Übergabe) oder klar getrennten Zuständigkeiten. Vorteil: Know-how von zwei Personen, flexible Vertretung; eignet sich besonders für qualifizierte Positionen, sogar Führung ist im Tandem denkbar.

  • Teilzeit im Homeoffice: Kombination aus Teilzeit und mobilem Arbeiten. Mitarbeiter arbeiten z. B. einige Tage remote und eventuell einige Stunden im Büro. Teilzeit bietet hier eine exzellente Work-Life-Balance, und das Homeoffice reduziert Pendelzeit. Wichtig ist, feste Kommunikationszeiten zu definieren, damit Teamarbeit klappt.

  • Team-Teilzeitmodell: Das Team plant eigenständig die Verteilung der benötigten Arbeitszeiten. Der Arbeitgeber gibt vor, wie viele Kollegen zu Kernzeiten anwesend sein müssen, und das Team organisiert Schichten entsprechend. So können individuelle Wünsche berücksichtigt und doch die Abdeckung sichergestellt werden. Dieses Modell erfordert gute Abstimmung im Team, kann aber z.B. in Service-Bereichen die Auslastung optimieren.

  • Saisonale Teilzeit / Arbeitszeitkonten: In Branchen mit saisonalen Schwankungen können Arbeitszeitkonten genutzt werden. Mitarbeiter arbeiten in Hochphasen mehr Stunden und bauen Zeitguthaben auf, die sie in schwächeren Zeiten als reduzierte Arbeitszeit (oder Freizeit) abbummeln. Formal bleibt der Vertrag evtl. Vollzeit, aber faktisch wird phasenweise Teilzeit realisiert. Achtung: Solche Modelle müssen fair dokumentiert sein, damit kein Überstundenberg unvergütet bleibt.

Für Arbeitgeber ist es sinnvoll, gemeinsam mit dem Mitarbeiter das passende Modell zu wählen. Fragen Sie: Wünscht der Mitarbeiter feste freie Tage oder tägliche kürzere Einsätze? Wie lassen sich betriebliche Abläufe abdecken? Oft hilft ein Testlauf, um das Modell ggf. anzupassen. Denkbar ist auch eine befristete Teilzeitphase (Brückenteilzeit, s.u.), um Erfahrungen zu sammeln. Wichtig: Alle Modelle unterliegen den gleichen rechtlichen Grundregeln (Anspruch, Ablehnungsgründe etc.).

Lexware – Beispiele Teilzeitmodelle

Brückenteilzeit: Teilzeit auf Zeit mit Rückkehrrecht

Brückenteilzeit ist seit 2019 eine spezielle Form der Teilzeit nach §9a TzBfG: Mitarbeiter können ihre Arbeitszeit für 1 bis 5 Jahre befristet reduzieren und haben anschließend das Recht, zur ursprünglichen Stundenzahl zurückzukehren. Dieses „Teilzeit mit Rückfahrschein“-Modell soll die Teilzeitfalle verhindern, in der man dauerhaft auf Teilzeit festgelegt ist. Die Voraussetzungen ähneln dem normalen Teilzeitanspruch, jedoch gilt Brückenteilzeit nur in Unternehmen ab 45 Mitarbeitern. Bei 46–200 Beschäftigten gibt es eine Zumutbarkeitsgrenze: Gleichzeitig müssen nur einem von 15 Mitarbeitern Brückenteilzeit gewährt werden. Größere Firmen (>200 MA) müssen theoretisch allen berechtigten Anträgen stattgeben, sofern nicht andere Ablehnungsgründe greifen.

Ein Beispiel: Firma mit 60 Mitarbeitern – hier muss der Arbeitgeber bis zu 4 Mitarbeiter gleichzeitig in Brückenteilzeit akzeptieren. Der fünfte Antrag könnte aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden (Zumutbarkeitsgrenze erreicht). In der Praxis prüfen Unternehmen aber natürlich ebenfalls die betrieblichen Gründe im Einzelnen: Auch Brückenteilzeit kann abgelehnt werden, wenn z. B. kein Ersatz für die Stunden gefunden wird oder die Sicherheit/Lauf des Betriebs erheblich gestört würde.

Wichtig für Arbeitnehmer: Der Antrag auf Brückenteilzeit muss 3 Monate vorher schriftlich gestellt werden, mit Angabe von Beginn und Ende der gewünschten Teilzeitphase. Man sollte klar formulieren: „Ich möchte vom 01.01. bis 31.12. XX meine Wochenarbeitszeit auf XY Stunden reduzieren.“ Arbeitgeber müssen auch hier spätestens 1 Monat vor Start schriftlich entscheiden. Nach der genehmigten Brückenphase kehrt automatisch die frühere Vollzeit zurück – eine separate Zusage des Arbeitgebers ist nicht nötig.

Durch Brückenteilzeit können z. B. Mitarbeiter eine Weiterbildung, Pflege von Angehörigen oder Elternzeit-Verlängerung realisieren, ohne ihre Vollzeitstelle aufzugeben. Für Unternehmen bedeutet es Planungssicherheit: Sie wissen, wann die Teilzeit endet, und können befristet Ersatz einstellen.

BMAS – FAQ Brückenteilzeit

FAQ: Häufige Fragen zur Teilzeit

Müssen Arbeitgeber jeden Teilzeitwunsch genehmigen?
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Nein. Arbeitgeber müssen zustimmen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen (Betrieb >15 MA, 6 Monate Betriebszugehörigkeit etc.) erfüllt sind und keine betriebliche Gründe dagegen sprechen. Eine Ablehnung ist nur bei erheblichen Störungen oder unverhältnismäßigen Kosten zulässig
Wie formuliere ich als Mitarbeiter den Teilzeitantrag richtig?
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Möglichst schriftlich und präzise. Nennen Sie den gewünschten Beginn, die Stundenzahl pro Woche und idealerweise eine Vorstellung der Verteilung (z. B. „vier Tage à 6h“). Der Antrag muss dem Arbeitgeber 3 Monate vorher vorliegen. Eine Begründung ist nicht nötig, kann aber hilfreich sein, um Verständnis zu schaffen.
Was passiert, wenn der Arbeitgeber nicht antwortet?
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Reagiert der Arbeitgeber nicht bis 1 Monat vor dem gewünschten Starttermin, gilt der Teilzeitwunsch als genehmigt. Die Arbeitszeit verringert sich dann automatisch wie beantragt. Ausnahme: Während der Elternzeit greift schon nach 4 Wochen Stille eine Genehmigungsfiktion. Arbeitgeber sollten daher immer fristgerecht antworten.
Gibt es ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit?
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Ja, aber begrenzt. Ein verbindliches Rückkehrrecht besteht nur bei der Brückenteilzeit (befristete Teilzeit). Ansonsten haben Teilzeitkräfte keinen automatischen Anspruch, wieder Vollzeit zu arbeiten. Arbeitgeber müssen jedoch bevorzugt berücksichtigt, wenn passende Vollzeitstellen frei werden (§9 TzBfG: „Vorrang bei Verlängerung der Arbeitszeit“). Ein Arbeitgeber, der den Wunsch nach Aufstockung kennt, sollte diesen Mitarbeiter also bei der nächsten Vakanz gleicher Eignung vorziehen.
Haben Teilzeitkräfte weniger Urlaub und Krankengeld?
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Nein, nur anteilig. Teilzeitbeschäftigte erhalten den Urlaub zeitanteilig entsprechend ihrer Arbeitstage (siehe Gleichbehandlung oben). Bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gelten dieselben Regeln wie für Vollzeit: Entgelt wird in Höhe der ausgefallenen Stunden bezahlt. Es wird nichts gekürzt, außer dass Teilzeitkräfte natürlich insgesamt weniger Wochenstunden bezahlt bekommen.

Fazit: Teilzeit erfolgreich gestalten

Teilzeitarbeit bietet Flexibilität für Mitarbeiter und Unternehmen – wenn Rechte und Pflichten klar beachtet werden. Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen: Rechtzeitiger Antrag, transparente Kommunikation und faire Behandlung aller Beteiligten. Mit WeFirm behalten Sie dabei den Überblick: Unsere Software hilft, Teilzeitmodelle effizient zu planen, Fristen im Auge zu behalten und Arbeitszeiten zu kontrollieren. So wird Teilzeit vom komplexen Puzzle zum Erfolgsmodell für Ihr Team.

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